Pressemitteilung
Monovalenter Autogas-Antrieb verringert zusätzlich Schadstoff-Emission
Projekt "CO2-100minus" präsentiert optimiertes Motorsteuergerät auf der IAA
Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) haben, unter der Leitung der Professoren Dr. Thomas Heinze und Dr. Harald Altjohann, ein Motorsteuergerät entwickelt, das den zuverlässigen Motorstart und ruckelfreien Warmlauf in der Startphase eines Autogas-PKWs ermöglicht - ganz ohne Benzin. So werden die Schadstoff-Emissionen erneut verringert und das Ziel des Projektes „CO2-100minus“ gerät in Sichtweite.
Bislang benötigen Autogas-PKWs für einen zuverlässigen Motorstart und einen ruckelfreien Warmlauf in der Startphase Benzin. Mit dem Einsatz des VIALLE LPi-Systems – „Liquid Propane injection“ – gelang es dem Forschungsteam, dass generell bei Autogas-Antrieb kein Benzin mehr notwendig ist. Die Entwicklung eines Motorsteuergerätes durch die HTW Saarland optimiert den ausschließlichen Antrieb durch Autogas, ohne dabei in das Original-Motorsteuergerät eingreifen zu müssen. Hierbei startet das Fahrzeug bereits mit Autogas, statt mit Benzin.
Ziel des gesamten Projektes „CO2-100minus“ ist es, unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie Saarland, sowie weiteren Partnern aus der Industrie, den CO2-Ausstoß generell auf unter 100 Gramm pro Kilometer zu senken. Durch die alleinige Umrüstung auf Autogas kann der CO2-Ausstoß um 10 Prozent verringert werden. Mit der Optimierung des Motorsteuergerätes sollen am Ende insgesamt 20 Prozent weniger CO2 in die Umwelt geraten.
Eine wichtige Voraussetzung für diese monovalente Technologie ist eine flüssige Einspritzung des Autogases in das Ansaugrohr, welches erst nach der Einspritzung durch die Verbrennung gasförmig wird. Dies ist nur durch VIALLE LPi möglich, da die anderen Hersteller mit „Verdampfersystemen“ arbeiten. VIALLE LPi spritzt als einziges Autogas-System das Autogas flüssig in das Ansaugrohr. Das Steuergerät der HTW optimiert die Zündung des Gas-Luft-Gemisches und macht sich dabei die deutlich höhere Klopffestigkeit von Autogas (ca. 107 Oktan) gegenüber Benzin (ca. 95 Oktan) zunutze. „Wir werden sicher unter 100 Gramm CO2 kommen“, kann Professor Dr. Thomas Heinze nach bisherigen Messungen bereits versprechen.
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